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04.11.14

Treffen der Generationen in der Senioreneinrichtung in Schledehausen

Eine Klasse der „Schule am Berg“ in Schledehausen besuchte am 24.10.2014 die Senioreneinrichtung „Haus am Bredberg“ in Schledehausen. Berührungsängste hier, Bedenken da – das Ergebnis überraschte sehr positiv.



Anlass des Ausfluges von 16 Schülern der 3b mit Klassenlehrerin Thekla Schäfer zur ortsansässigen Senioreneinrichtung war der Friedenstag – ein Projekt an der Schule am Berg – mit dem Thema: Brücken bauen. „Wir haben die Brücke ALT – JUNG gebaut und so dieses Treffen der verschiedenen Generationen initiiert“ , sagt Thekla Schäfer.Die Mädchen und Jungen, ausgestattet mit ihren Arbeitsmappen, wurden in kleine Gruppen von jeweils 3 Schülern, 3 Bewohnern und einem Betreuer aufgeteilt und auf den verschiedenen Wohnebenen mit ihren Vorträgen eingesetzt. In lockerer Runde, in gemütlichen Ecken, vollrichteten die Kinder ohne Scheu ihre „Arbeit“ .

Dazu gehörte erst einmal das Vorlesen der „modernen“ Geschichte „Die Grille und der Maulwurf“ von Janosch. Abschnittsweise und mit viel Selbstbewusstsein und Engagement herübergebracht, begannen die Augen auf beiden Seiten der Tische zu leuchten. „Wie schön, dass wir die Kinder mit solch einer Freude am Lesen erleben dürfen“ und „mir wird ganz warm ums Herz“ waren Aussagen von Senioren, die bezeugten, wie willkommen diese wunderbare Abwechslung durch den Besuch der „kleinen“ Menschen aufgenommen wurde.Nach großem Applaus für die erste Geschichte, weckte danach das Vorlesen des sehr alten Gedichts von „Ribbeck im Havelland“ (Fontane 1889), ganz viele Erinnerungen an die eigene Schulzeit bei den Heimbewohnern und so wurde der eine oder andere Vers mitgesprochen.„Lang, lang ist das her“ – 70 oder 80 Jahre – „da haben wir uns in der fünften und sechsten Klasse mit rumgequält“, machte die Runde bei der älteren Generation. Und bei der Frage Jung an Alt: „Wie war es bei Ihnen in der Schule“, kamen Erinnerungen an Klassenlehrer, den Unterricht und viele Geschichten aus der Vergangenheit wieder hoch. Alle hörten sich zu, suchten das direkte Gespräch und näherten sich an – eine sehr schöne und harmonische Atmosphäre entstand. Zum Abschluss versammelten sich die Gruppen wieder in der Empfangshalle und sangen mit Gitarrenbegleitung von Frau Schäfer die beiden Herbstlieder „Bunt sind schon die Wälder (1782, Johann Gaudenz Salis-Seewis) und Herr Pst kommt durch das Land (1799, Johann Friedrich Reichardt).Das Lächeln auf den Gesichtern aller Beteiligten sprach Bände. In einer Stunde war etliches geschehen: Es wurde gelacht, geplaudert, gelesen, gesungen und manchmal geschwiegen. Und trotzdem konnte keiner sagen. Diese so unterschiedlichen Generationen hätten sich nichts zu sagen. Der Tag war ein Beweis für das Gegenteil. „Wenn man nur will, geht vieles“, war denn auch im Hintergrund zu hören. Das Unterschreiben von ALT und JUNG der ausgeschnittenen Hand, die zum Schluss des Unterrichts in der Schule auf den Brückenstein (Karton) geklebt wurde, ließ diese wunderbare Begegnung für alle und immer festhalten. Jede Klasse hat einen Brückenstein gestaltet. Das Gesamtkunstwerk kann in der Aula der Schule am Berg als „Brücke“ bewundert werden. Klassenlehrerin Thekla Schäfer bringt es dann noch mal auf den Punkt: „Eine runde Sache – in 60 Minuten haben sich Alt und Jung ausgetauscht, einander „gelauscht“ und sind froh auseinandergegangen. "Meine Klasse war regelrecht beflügelt von diesem Ereignis".Und was sagt uns das: Kleine Geschichten, kleine Aktionen – große Wirkung. Diese Momente gehören zu den schönen im Leben.

Bilder vom Vorlesetag im Haus am Bredberg:
 

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